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Die Belimo Holding AG setzt nach einem weiteren Wachstumsjahr auf Kontinuität und moderate Aktionärsfreundlichkeit. An der 51. ordentlichen Generalversammlung vom 23. März 2026 im ENTRA in Rapperswil (Schweiz) genehmigten die anwesenden Investorinnen und Investoren sämtliche Anträge des Verwaltungsrats. Insgesamt nahmen 610 Aktionärinnen und Aktionäre teil; zusammen mit der unabhängigen Stimmrechtsvertreterin waren 8'805'671 Stimmen vertreten, was 71,6 % des Aktienkapitals entspricht.
Zentraler Beschluss der Versammlung war die Erhöhung der Dividende um 0,50 Franken auf neu 10,00 Franken je Aktie. Die Ausschüttung an die Aktionäre ist für den 27. März 2026 vorgesehen. Mit dem Beschluss trägt der Konzern der Ergebnislage nach dem Geschäftsjahr 2025 Rechnung: Belimo erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,121 Milliarden Franken und beschäftigte mehr als 2'800 Mitarbeitende.
Im Fokus stand auch die Zusammensetzung des Verwaltungsrats. Sämtliche zur Wiederwahl vorgeschlagenen Mitglieder wurden für eine weitere einjährige Amtsdauer bestätigt. Neu in das Aufsichtsgremium wurde Karina Rigby gewählt. Patrick Burkhalter bleibt Präsident des Verwaltungsrats und sichert damit personelle Stabilität an der Spitze des Gremiums. Die Aktionäre verlängerten zudem das Mandat der Ernst & Young AG, Zürich, als Revisionsstelle um ein weiteres Jahr.
Belimo ist auf Feldgeräte zur energieeffizienten Regelung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen spezialisiert. Zum Kerngeschäft zählen Klappenantriebe, Regelventile, Sensoren und Zähler. Das Unternehmen ist seit 1995 an der SIX Swiss Exchange kotiert (Ticker: BEAN) und positioniert sich als Weltmarktführer in seinem Segment. Weitere Informationen zu Produkten und Unternehmen stellt Belimo online unter www.belimo.com zur Verfügung.

Am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf läuft ein Experiment, das die Grundlagenforschung grundlegend verändern könnte: Erstmals sollen Antimaterie-Teilchen per Lkw über mehrere Kilometer transportiert werden. Rund 100 bis 1000 Antiprotonen werden dazu in einer speziellen Vorrichtung aus dem Labor gefahren und auf eine etwa halbstündige Testfahrt geschickt, die sich über rund fünf Kilometer ausschließlich über das Cern-Gelände erstreckt. Die Physiker Stefan Ulmer und Christian Smorra von der Universität Düsseldorf sprechen von „absolutem Neuland“ und betonen, dass „nie zuvor etwas Ähnliches bewerkstelligt“ worden sei.
Die Fracht gilt als extrem empfindlich: Antimaterie wird in Form von Antiprotonen in einem Vakuum gehalten und von supergekühlten Magneten stabilisiert. Gerät sie in Kontakt mit normaler Materie, wird sie in einem kurzen Energieschub ausgelöscht. Untergebracht sind die Teilchen in einer rund 1.000 Kilogramm schweren „transportablen Antiprotonen-Falle“, einer Box, die kompakt genug ist, um durch normale Labortüren zu passen und auf einen Lkw verladen zu werden. Jeder Stoß auf der Straße, den das System nicht ausgleicht, könnte das Experiment scheitern lassen.
Gelingt der Versuch, wollen Forscher mittelfristig Antiprotonen vom Cern aus zu anderen Laboren transportieren, zunächst etwa an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, aber auch nach Hannover und Heidelberg. Bislang ist das Cern der einzige Ort weltweit, an dem Antiprotonen gespeichert werden können. „Wenn es gelingt, Antimaterie-Teilchen zu transportieren und unabhängig vom Ort, wo sie produziert werden, zu untersuchen, ermöglicht das ganz neue Forschung“, sagt Ulrich Husemann, Direktor für Teilchenphysik am Forschungszentrum Desy in Hamburg, der an dem Transportexperiment selbst nicht beteiligt ist. Ziel sei es, die Grundlagen des Universums und damit auch unserer Existenz besser zu verstehen.
Antimaterie hat in der Popkultur einen Ruf als potenzielle Superwaffe erlangt, nicht zuletzt durch Dan Browns Bestseller „Illuminati“ und entsprechende Hollywood-Verfilmungen, in denen Material aus dem Cern zur Bedrohung wird. Die nun in Genf laufenden Arbeiten zielen jedoch nicht auf spektakuläre Anwendungen, sondern auf die nüchterne Ausweitung präziser Messungen: Durch den sicheren Transport der winzigen Antiprotonen-Mengen könnte der Zugang zu dieser seltenen Ressource breiter werden – und damit die experimentellen Möglichkeiten von Universitäten und Forschungszentren, die bislang nicht direkt an den Anlagen des Cern arbeiten können.