Cyberresilienz im Hochschulbetrieb: FHNW schützt 350 TB Daten mit Hybrid-Cloud-Ansatz

26.03.2026


Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat ihre IT-Infrastruktur umfassend modernisiert und setzt dabei auf eine Hybrid-Cloud-Lösung von Hitachi Vantara. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer IT-Dienstleister Sonio AG implementierte die Hochschule eine integrierte Architektur für Block- und Objektspeicher, die lokale Systeme und Cloud-Dienste verbindet. Ziel ist es, den stetig wachsenden Anforderungen an Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit von Daten gerecht zu werden und die Resilienz gegenüber Cyber-Bedrohungen deutlich zu erhöhen.

Als eine der größten Fachhochschulen der Schweiz mit mehr als 14.000 Studierenden, 3.200 Mitarbeitenden und 57 Bachelor- und Masterstudiengängen ist die FHNW auf einen zuverlässigen Zugriff auf ihre IT-Ressourcen angewiesen. Die neue Dateninfrastruktur schützt nach Angaben der Hochschule mehr als 1.100 virtuelle Maschinen, rund 350 Terabyte an Daten sowie über 150 Terabyte an M365-Cloud-Daten. Mit der Kombination aus Veeam Backup & Recovery und Block-Storage-Arrays der Hitachi Virtual Storage Platform profitiert die FHNW von bis zu viermal schnelleren Backup-Übertragungen.

Ein zentrales Motiv für das Projekt war die Beschleunigung von Wiederherstellungsprozessen nach Datenverlusten oder Cybervorfällen. Ransomware-resistente Recovery-Vorgänge, die früher Tage in Anspruch nahmen, lassen sich nun innerhalb von Minuten abschließen. „Die Wiederherstellung gelöschter Daten war früher ein langwieriger, manueller Prozess, gebunden an kurze Aufbewahrungszeiten auf der Festplatte“, sagt Patrick Gebhard, System Engineer Data Center an der FHNW. Die frühere Methode zum Kopieren von Wiederherstellungspunkten habe sich als ineffizient erwiesen.

Mit der neuen Lösung kann die Hochschule nach eigenen Angaben die passenden Daten während interaktiver Support-Sitzungen innerhalb von Minuten bereitstellen. Der Ablauf sei schneller und reibungsloser geworden, was die Servicequalität und die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer spürbar verbessere. Die modernisierte, cyberresiliente Speicherarchitektur bildet damit das Rückgrat für Lehre, Forschung und Verwaltung an der FHNW und soll die Hochschule langfristig gegen Ausfälle und Angriffe absichern.

EDAG ringt mit Projektverschiebungen und baut Geschäft jenseits der Autoindustrie aus

26.03.2026


Die EDAG Engineering Group AG hat für das Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Rückgang von Umsatz und Auftragseingang gemeldet und reagiert mit einem umfangreichen Effizienzprogramm. Der unabhängige Entwicklungsdienstleister mit Schwerpunkten in Mobility, Defence, Industry und Public Solutions erzielte Konzernumsatzerlöse von 714,0 Mio. Euro, was einem Minus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das bereinigte EBIT lag bei −12,9 Mio. Euro. EDAG verweist auf ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in der Automobilindustrie, geopolitische Unsicherheiten und eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung vieler Kunden.

Der Auftragseingang brach 2025 auf rund 688 Mio. Euro ein und blieb damit deutlich unter dem Vorjahreswert. In allen drei Segmenten belasteten Projektverschiebungen sowie reduzierte Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen großer Automobilhersteller und Systemlieferanten das Geschäft. Die schwächere Nachfrage aus der Mobilitätsindustrie, traditionell das Kerngeschäft des Unternehmens, konnte lediglich teilweise durch zusätzliche Projekte in anderen Branchen kompensiert werden.

Gleichzeitig zahlte sich EDAGs Strategie der breiteren Aufstellung außerhalb der Autoindustrie aus. Der Umsatz mit Kunden jenseits der Mobilität legte im Jahresvergleich um rund 21 Prozent auf etwa 100 Mio. Euro zu. Besonders das Defence-Geschäft verzeichnete 2025 eine anhaltend hohe Investitionsbereitschaft der Kunden und eröffnet laut Unternehmen attraktive mittel- bis langfristige Wachstumsperspektiven. Auch Industrieprojekte entwickelten sich vor diesem Hintergrund robuster als das klassische Automobilgeschäft.

Um auf die gedämpfte Nachfrage und den Margendruck zu reagieren, treibt EDAG die Umsetzung strategischer und operativer Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität voran. Im Zuge dieser Programme identifizierte der Konzern ein jährliches Einsparpotenzial von rund 90 Mio. Euro. Die damit verbundenen Anpassungen und Restrukturierungsschritte belasteten das Jahresergebnis 2025 zusätzlich, sollen nach Unternehmensangaben aber die Basis für nachhaltiges Wachstum und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit in einem volatilen Marktumfeld legen.