Energie-Bilanz der Erde rutscht in Rekordminus – Folgen über Jahrhunderte

24.03.2026


Die Erde speichert nach Angaben der Weltmeteorologieorganisation (WMO) so viel Wärme wie nie zuvor seit Beginn der Messreihen. Das von der UN-Agentur veröffentlichte "State of the Global Climate 2025"-Gutachten bescheinigt dem globalen Klimasystem einen beispiellosen Energieüberschuss. UN-Generalsekretär António Guterres sprach anlässlich der Vorlage des Berichts von einem globalen Klima, das sich in einem Notstand befinde; alle zentralen Klimaindikatoren lägen demnach "auf Rot".

Erstmals führt die WMO den Energiehaushalt der Erde, also das Tempo, mit dem Energie in das und aus dem Klimasystem strömt, als gleichrangigen Schlüsselklarindikator. In einem stabilen Klima entspräche die einfallende Sonnenstrahlung ungefähr der abgegebenen Energie. Dieses Gleichgewicht ist nach Einschätzung der Fachleute jedoch durch steigende Konzentrationen langlebiger Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid deutlich verschoben. Der daraus resultierende Erwärmungstrend erfasst Atmosphäre und Ozeane und beschleunigt das Abschmelzen von Eis.

Der Energieüberschuss habe sich seit Beginn der Beobachtungen in den 1960er-Jahren kontinuierlich verstärkt und in den vergangenen zwei Jahrzehnten nochmals stark beschleunigt, heißt es in dem Bericht. 2025 wurde ein neuer Höchststand erreicht. Nach den vorliegenden Daten entfällt die überwiegende Mehrheit der überschüssigen Wärme – mehr als 91 % – auf die Ozeane. Die Wärmeaufnahme des Meeres bis in 2.000 Meter Tiefe sei in den vergangenen neun Jahren stetig gestiegen und habe 2025 einen neuen Rekord markiert. Dies geht einher mit der Degradation mariner Ökosysteme und langfristigen Veränderungen im Ozean.

Parallel dazu bestätigt die WMO, dass der Zeitraum von 2015 bis 2025 die elf wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen umfasst. Das Jahr 2025 rangiert demnach auf Platz zwei oder drei der bislang heißesten Jahre und lag etwa 1,43 Grad Celsius über der Durchschnittstemperatur der vorindustriellen Referenzperiode 1850 bis 1900. Bereits das vorangegangene Jahr, das unter dem kühlenden Einfluss eines La-Niña-Ereignisses stand, zählte trotz dieser natürlichen Dämpfung zu den wärmsten überhaupt und überschritt den vorindustriellen Mittelwert ebenfalls um 1,43 Grad.

Die WMO führt diese Entwicklung maßgeblich auf von Menschen verursachte Emissionen von Treibhausgasen zurück. Die anthropogenen Einflüsse verschärften das natürliche Gleichgewicht des Klimasystems zunehmend, erklärte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. Die Weltgemeinschaft müsse sich darauf einstellen, mit den Folgen der bereits angestauten Wärme über Hunderte, möglicherweise Tausende von Jahren zu leben, warnt die Organisation – von anhaltend erhöhten Meerestemperaturen über veränderte Wettermuster bis hin zu schleichenden Veränderungen in Ozeanen und Kryosphäre.

Belimo-Generalversammlung: Zustimmung zu sämtlichen Traktanden und Dividendenplus

24.03.2026


Die Belimo Holding AG setzt nach einem weiteren Wachstumsjahr auf Kontinuität und moderate Aktionärsfreundlichkeit. An der 51. ordentlichen Generalversammlung vom 23. März 2026 im ENTRA in Rapperswil (Schweiz) genehmigten die anwesenden Investorinnen und Investoren sämtliche Anträge des Verwaltungsrats. Insgesamt nahmen 610 Aktionärinnen und Aktionäre teil; zusammen mit der unabhängigen Stimmrechtsvertreterin waren 8'805'671 Stimmen vertreten, was 71,6 % des Aktienkapitals entspricht.

Zentraler Beschluss der Versammlung war die Erhöhung der Dividende um 0,50 Franken auf neu 10,00 Franken je Aktie. Die Ausschüttung an die Aktionäre ist für den 27. März 2026 vorgesehen. Mit dem Beschluss trägt der Konzern der Ergebnislage nach dem Geschäftsjahr 2025 Rechnung: Belimo erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,121 Milliarden Franken und beschäftigte mehr als 2'800 Mitarbeitende.

Im Fokus stand auch die Zusammensetzung des Verwaltungsrats. Sämtliche zur Wiederwahl vorgeschlagenen Mitglieder wurden für eine weitere einjährige Amtsdauer bestätigt. Neu in das Aufsichtsgremium wurde Karina Rigby gewählt. Patrick Burkhalter bleibt Präsident des Verwaltungsrats und sichert damit personelle Stabilität an der Spitze des Gremiums. Die Aktionäre verlängerten zudem das Mandat der Ernst & Young AG, Zürich, als Revisionsstelle um ein weiteres Jahr.

Belimo ist auf Feldgeräte zur energieeffizienten Regelung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen spezialisiert. Zum Kerngeschäft zählen Klappenantriebe, Regelventile, Sensoren und Zähler. Das Unternehmen ist seit 1995 an der SIX Swiss Exchange kotiert (Ticker: BEAN) und positioniert sich als Weltmarktführer in seinem Segment. Weitere Informationen zu Produkten und Unternehmen stellt Belimo online unter www.belimo.com zur Verfügung.