Die Vereinten Nationen und das Land Berlin haben zum Internationalen Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit verstärkte Anstrengungen gegen Diskriminierung und Hass gegenüber Muslimen angekündigt. UN-Generalsekretär António Guterres warnte, antimuslimische Einstellungen und Praktiken bedrohten weltweit den gesellschaftlichen Zusammenhalt und grundlegende Menschenrechte. In einer Botschaft anlässlich des Aktionstages am 15. März mahnte er, die fast zwei Milliarden Muslime weltweit stünden für die Vielfalt der Menschheit, seien jedoch in vielen Ländern mit institutioneller Benachteiligung, sozialer und ökonomischer Ausgrenzung sowie einseitigen Migrationspolitiken konfrontiert.
Guterres verwies darauf, dass Muslime häufig Ziel von Überwachung und Profiling würden und dass feindselige Rhetorik sowie offener Hass sich in Belästigungen oder Gewalt gegen einzelne Personen und religiöse Einrichtungen entladen könnten. Regierungen müssten „konkrete Schritte“ ergreifen, um Hassrede zu bekämpfen, Religionsfreiheit zu schützen und Diskriminierung zu verhindern, betonte der UN-Chef. Dabei hob er die Verpflichtung hervor, internationales Menschenrecht konsequent umzusetzen und so rechtliche Standards gegen antimuslimischen Rassismus zu stärken.
Besonders im Blick hat Guterres die Rolle der digitalen Plattformen. Online-Unternehmen sollten entschlossener gegen Inhalte vorgehen, die Menschen aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung angreifen, forderte er. Der UN-Generalsekretär rief zugleich Bürgerinnen und Bürger, Gemeinschaften und Institutionen dazu auf, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung klar zu widersprechen. Innerhalb der Vereinten Nationen wurde der Einsatz gegen Islamfeindlichkeit zuletzt organisatorisch ausgebaut: Im Mai 2025 ernannte Guterres den Hohen Repräsentanten für die Allianz der Zivilisationen zum UN-Sonderbeauftragten zur Bekämpfung von Islamophobie, um globale Antworten stärker zu koordinieren.
Auch auf nationaler Ebene gewinnt das Thema an Profil. In Berlin wird der 15. März in diesem Jahr erstmals offiziell als Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit begangen. Die Koalition aus CDU und SPD hatte sich im Vorjahr auf die Einführung verständigt, um Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt gezielt zu fördern. Berlins Senatorin für Integration und Vielfalt, Cansel Kiziltepe (SPD), sprach von „antimuslimischem Rassismus“ als „bitterer Realität“ für viele Menschen in der Hauptstadt und erklärte, dies dürfe nicht hingenommen werden. Musliminnen und Muslime seien ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft, sagte sie anlässlich des Aktionstages, der mit einer Veranstaltung bei der Gewerkschaft IG Metall unter Beteiligung von Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft begleitet wurde.
Der Internationale Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit war 2022 von der UN-Generalversammlung eingeführt worden. Er erinnert an die Opfer der Anschläge auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch im Jahr 2019, bei denen 51 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, und soll weltweit für die Gefahren antimuslimischer Hassideologien sensibilisieren. Guterres verknüpfte den Aktionstag mit einem Appell an Regierungen, Institutionen und Bürgerinnen und Bürger, ihre Bereitschaft zu Gleichheit, Menschenrechten und Würde für alle zu erneuern – ein Anspruch, den Berlin mit seinem neuen Gedenktag nun auf Länderebene aufgreift.

Media Markt stellt die Führung seines Geschäfts in Österreich und der Schweiz neu auf. Wie die Muttergesellschaft Ceconomy mitteilt, übernimmt der italienische Manager Vittorio Buonfiglio die Funktion des CEO für die beiden Länderorganisationen und damit die Verantwortung für die sogenannte Alpine-Region. Der Schritt ist Teil einer breiteren Neuordnung der Konzernführung von Ceconomy, zu der auch Media Markt Saturn gehört.
Buonfiglio ist für den Elektronikhändler kein Unbekannter. Seit rund 15 Jahren bekleidet er verschiedene Führungspositionen innerhalb der Gruppe. Zuletzt war er seit Januar 2023 Chief Operating Officer von MediaWorld in Italien. Davor leitete er bereits die Schweizer Organisation als CEO, nachdem er zuvor unter anderem als COO in den Niederlanden tätig gewesen war. In seiner neuen Rolle soll er die Marktposition von Media Markt in Österreich und der Schweiz weiter ausbauen und dabei insbesondere die Entwicklung des Kunden- und Mitarbeitendenerlebnisses vorantreiben.
Der bisherige CEO der Region Österreich und Schweiz, Jan Niclas Brandt, rückt in den Vorstand von Ceconomy auf. Er übernimmt dort zum 1. April die neu geschaffene Funktion des Chief Customer Officer. Brandt hatte in den vergangenen Jahren die Neuausrichtung des Geschäfts in der Schweiz verantwortet und neue Wachstumsgeschäfte in beiden Ländern etabliert. Der zuständige Regional-CEO Guido Monferrini würdigte seine Leistungen und bezeichnete Buonfiglio zugleich als erfahrenen Führungsmanager mit breitem Know-how in E-Commerce, Marketing, Services & Solutions sowie Vertrieb.
Buonfiglio selbst kündigte an, auf dem bestehenden Fundament in Österreich und der Schweiz aufbauen zu wollen. Gemeinsam mit den Teams in der Alpine-Region wolle er Wachstum und Innovation vorantreiben und ein herausragendes Kundenerlebnis sicherstellen. Durch seine frühere Tätigkeit als CEO von Media Markt Schweiz gilt ihm die Dynamik der Märkte in der Region ebenso als vertraut wie die Strukturen der lokalen Teams.