
Eine neue internationale Studie unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) prognostiziert deutlich zunehmende Waldschäden in Europa bis zum Jahr 2100. Selbst im optimistischsten Szenario einer Erwärmung von knapp unter zwei Grad Celsius erwarten die Forschenden einen Anstieg der jährlich geschädigten Waldfläche von derzeit etwa 180.000 auf rund 216.000 Hektar. Im pessimistischsten Fall mit einer Erderwärmung von etwas mehr als vier Grad Celsius könnte sich die geschädigte Fläche sogar mehr als verdoppeln und bis zu 370.000 Hektar jährlich erreichen.
Das Forschungsteam um Rupert Seidl, Professor für Ökosystemdynamik und Waldmanagement an der TUM, hat erstmals flächendeckend berechnet, wie Waldbrände, Stürme und Borkenkäferbefall Europas Wälder in den kommenden Jahrzehnten verändern könnten. Die im Fachmagazin "Science" veröffentlichte Studie basiert auf Waldsimulationen für 13.000 Orte in Europa, die mit Satellitendaten zu Waldstörungen kombiniert wurden. Als Vergleichsperiode dienten die Jahre 1986 bis 2020, in denen bereits ungewöhnlich viele Waldschäden auftraten.
Die regionalen Auswirkungen unterscheiden sich deutlich: Wälder in West- und Südeuropa werden laut der Studie am stärksten unter den neuen Klimabedingungen leiden, die vor allem das Auftreten und die Ausbreitung von Waldbränden begünstigen. In Mitteleuropa, wo in den letzten Jahren bereits dramatische Schäden aufgetreten sind, werden weiterhin Stürme und Borkenkäfer die Hauptprobleme darstellen. Auch Österreich ist betroffen, insbesondere im Flach- und Hügelland sowie in Regionen wie dem Wald- und Mühlviertel oder dem Alpenvorland.
Die Studie hebt die Bedeutung dieser Störungen für Politik und Gesellschaft hervor, da sie beeinflussen, wie viel Kohlenstoff Wälder zukünftig speichern können, wie viel Nutzholz sie liefern und welche Arten in ihnen leben. Die Forschenden arbeiten mit einem KI-gestützten Simulationsmodell, das mit 135 Millionen Datenpunkten trainiert wurde und präzise Aussagen zu unterschiedlichen regionalen Entwicklungen ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass selbst bei Erreichung des Zwei-Grad-Ziels mit erhöhten Waldschäden zu rechnen ist.

Swiss versucht, einen Personalüberhang beim Kabinenpersonal mit freiwilligen Maßnahmen zu reduzieren und bietet Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern dafür finanzielle Anreize. Mitarbeitende, die ihr Arbeitsverhältnis bis zum 30. April freiwillig beenden, erhalten eine pensumsbereinigte Pauschale von 15'000 Franken. Voraussetzung ist, dass sie das Unternehmen spätestens bis Ende August 2026 verlassen. Das Angebot gilt nach Angaben der Gesellschaft seit vergangenem Freitag und richtet sich an rund 4.000 Kabinenmitarbeitende an der Basis in Zürich.
Hintergrund des Programms ist ein deutlicher Überbestand in der Kabine: In manchen Monaten beschäftigt Swiss nach Unternehmensangaben bis zu 300 Flugbegleitende mehr, als im laufenden Betrieb eingesetzt werden können. Als Gründe nennt die Airline anhaltende Triebwerksprobleme sowie einen Mangel an Cockpitpersonal. In der Folge fliegt Swiss derzeit weniger als ursprünglich geplant, was den Bedarf an Kabinencrews verringert.
Neben der Option auf eine endgültige Trennung vom Unternehmen umfasst das Paket auch Modelle für temporäre Auszeiten. Wechseln Beschäftigte in ein sogenanntes „ruhendes Arbeitsverhältnis“ von mindestens einem Jahr, wird ebenfalls eine Auszahlung geleistet. Dieses Modell ist ab dem sechsten Dienstjahr möglich und sichert den Mitarbeitenden eine garantierte Rückkehr nach Ablauf der Auszeit. Auch beim „Study & Fly“-Modell, das sich an Mitarbeitende richtet, die ein Studium beginnen und parallel in reduziertem Umfang weiter fliegen wollen, wird die Pauschale anteilig ausbezahlt.
Swiss verweist darauf, bereits in den vergangenen Monaten freiwillige Instrumente wie unbezahlte Ferien oder individuelle Auszeiten angeboten zu haben, die von vielen Mitarbeitenden genutzt würden. Die Airline zeigt sich zuversichtlich, den Personalüberhang mit den nun erweiterten freiwilligen Maßnahmen abzubauen. Kündigungen seien derzeit nicht vorgesehen und würden nur als letztes Mittel in Betracht gezogen, falls die Freiwilligenprogramme nicht ausreichen sollten.