Mit Zeiss-Kamera und 6,82-Zoll-Display: Vivo X300 Ultra markiert Markteintritt in der Schweiz

30.04.2026


Der chinesische Smartphone-Hersteller Vivo vollzieht seinen offiziellen Markteintritt in der Schweiz und startet gleichzeitig einen eigenen Webshop für Schweizer Kundinnen und Kunden. Bislang waren Vivo-Geräte hierzulande nur über Dritthändler erhältlich. Mit dem direkten Vertrieb will der Konzern seine Präsenz im hiesigen Markt ausbauen und sich in einem von Apple und anderen etablierten Marken dominierten Premium-Segment positionieren.

Zum Start lanciert Vivo sein aktuelles Flaggschiff X300 Ultra, das in der Schweiz für 1.824 Franken angeboten wird. Global zählt der Konzern zu den fünf größten Smartphone-Produzenten und hat im ersten Quartal 2026 nach eigenen Angaben weltweit mehr als 21 Millionen Geräte verkauft. In Europa ist Vivo seit 2020 aktiv, ließ sich mit dem Schritt in die Schweiz jedoch bis jetzt Zeit.

Im Zentrum der Vermarktung des X300 Ultra steht die Kamera-Ausstattung. Das Gerät verfügt laut Hersteller über ein Zeiss-Triple-Prime-System mit Brennweiten von 85, 35 und 14 Millimetern sowie einer weiterentwickelten Farbtechnologie, die Smartphone-Fotografie auf ein neues Niveau heben soll. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 200 Megapixeln. Zielgruppe sind Foto- und Videograf:innen, denen Vivo ein „aussergewöhnliches Nutzungserlebnis“ verspricht. „Mit dem X300 Ultra bringen wir erstmals ein Gerät unserer Ultra-Serie – und damit auch unser bislang innovativstes Kamera-Flaggschiff – in die Schweiz und markieren zugleich unseren offiziellen Markteintritt“, sagt Martin Wallner, Vice President von Vivo Österreich und der Schweiz.

Technisch setzt Vivo beim X300 Ultra auf ein 6,82 Zoll großes LTPO-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.440 x 3.168 Pixeln. Das Dual-SIM-fähige Gerät unterstützt 4G, 5G, WLAN, NFC und Bluetooth 5.4 und ist mit einem 6.600-mAh-Akku ausgestattet. Das Smartphone bringt 232 Gramm auf die Waage, ist 8,49 Millimeter dick und kommt in den Farbvarianten „Volcano Black“ und „Steppe Green“. Eine Armor-Glass-Aussenhülle sowie IP68- und IP69-Zertifizierungen gegen Staub und Wasser sollen für besondere Robustheit sorgen. In Deutschland hat Vivo den Marktstart des Modells für den 24. April 2026 mit einem Preis von 1.999 Euro angegeben.

Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026


Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.